Lambertz, Niederegger, Kuchenmeister, Lebkuchen, Marzipan

Lambertz, Niederegger, Kuchenmeister, Lebkuchen und Marzipan

  

Welches Unternehmen kann schon von sich sagen, dass es eine 325 jährige Geschichte hat. Das ist ganz sicher sehr unwahrscheinlich. Auf die Firma Lambertz trifft es aber zu, denn schon 1688 betrieb ein Vorfahr des Namensgebers Henry Lambertz in Aachen, von jeher die Heimat der Printe...

Lambertz, Niederegger, Kuchenmeister, Lebkuchen und Marzipan

  

Welches Unternehmen kann schon von sich sagen, dass es eine 325 jährige Geschichte hat. Das ist ganz sicher sehr unwahrscheinlich. Auf die Firma Lambertz trifft es aber zu, denn schon 1688 betrieb ein Vorfahr des Namensgebers Henry Lambertz in Aachen, von jeher die Heimat der Printe, ein Backhaus. Dieses Backhaus zum „Grünen Schilde“ wurde später in „Haus zur Sonne“ umbenannt.

Niederegger ist der Inbegriff für Marzipan in Deutschland. Das Geheimnis des Niederegger-Marzipans – aus 100% Rohmasse – wird in dem in Lübeck ansässigen Familienunternehmen seit 1806 von Generation zu Generation weitergegeben. Es werden ausschließlich aromatische Mittelmeer-Mandeln verwendet, die veredelt und nach handwerklicher Tradition in Röstkesseln über offener Flamme zubereitet werden. Neben dem traditionellen Marzipanbrot, den mundgerechten Klassiker-Pralinen und raffinierten Pasteten-Kreationen verzückt Niederegger Genießer-Gaumen auch mit köstlichen Trüffeln und Getränkespezialitäten mit dem unvergleichlichen Marzipangeschmack. Das Unternehmen wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ausgezeichnet – so zum Beispiel auf der Wiener Weltausstellung 1873 oder durch die Ernennung zum Hoflieferanten Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1908.

Kuchenmeister  

1884 Julius Trockels gründet eine Bäckerei in der Osthofenstraße in Soest. Mit seinen berühmten Milch-Eiserkuchen wird er als „Meisterbäcker“ in der Soester Börde bekannt.

1929 Julius Trockels übergibt die Bäckerei seinem Sohn Wilhelm, der auch ein Händchen für feine Konditoreiwaren hat. Seine besondere Spezialität ist der Pflaumenkuchen. 

1944 Im 2. Weltkrieg werden Wohnhaus und Ladenlokal der Familie Trockels vollständig zerstört. Wilhelms Sohn Günter, der einmal in die Fußstapfen der Eltern treten soll, beginnt seine Bäckerlehre in Hamm.

1954 Günter Trockels kehrt als junger Bäckermeister nach Soest zurück und beginnt, vom Fahrrad aus Brote zu verkaufen. Bald schon braucht er ein Motor-Dreirad, um den wachsenden Kundenstamm immer pünktlich beliefern zu können. In der Glanzzeit beliefert Trockels 80 Lebensmittelgeschäfte, Kioske, Bäckereien und Familien.

1956 Günter Trockels erweitert sein Brotsortiment um Sandkuchen und Milch-Eiserkuchen nach Rezept seines Großvaters Julius, die er selber produziert. Schon bald beschäftigt Trockels 50 Mitarbeiterinnen und beliefert ganz Nordrhein-Westfalen und Teile Norddeutschlands.

1957 Günter kann mit seiner zwei Jahre zuvor geheirateten Frau Ursula wieder in die Osthofenstraße ziehen. Auf dem zerstörten Grundstück entsteht mit viel Eigenarbeit ein neues Ladenlokal mit angeschlossenen Wohnräumen. Hier werden die Kinder geboren: Hans-Günter (1958), Thomas (1961), Uwe (1963) und Karin (1969).

1961 Eine automatische Waffelröllchenanlage wird angeschafft - aber in punkto Qualität bleibt Günter Trockels altmodisch: den neuen Trend, bei der Herstellung statt teurer Milch Wasser zu verwenden, lehnt er entschieden ab.

1971 Durch die stetige Sortimentserweiterung muss das Unternehmen neu strukturiert werden: Günter Trockels wagt den Schritt und baut am Coesterweg in Soest eine moderne, mit neuesten Technologien ausgestattete Gewerbehalle. Nach wie vor kümmert er sich höchstpersönlich auch um den Vertrieb seiner Produkte.

1982 Schon 1975 hat Günter Trockels den Schritt ins Ausland gewagt und beliefert schon bald Italien, Frankreich und die Niederlande. 1982 wird der Name Kuchenmeister erfunden und setzt sich weltweit durch.

1990 Kuchenmeister ist das erste Unternehmen der Branche, das noch vor der Währungsunion am 1. Juli 1990 in Ostdeutschland die Produktion aufnimmt! In nur acht Tagen wird die Anlage für die Platenkuchenproduktion in Soest ab- und in Berlin wieder aufgebaut.

1995 Die drei Brüder übernehmen das Unternehmen: Hans-Günter wird operativer Geschäftsführer, Thomas verantwortet als Prokurist den Unternehmensbereich Finanzen & Controlling und Uwe ist für den Einkauf der Rohstoffe, die Produktentwicklung und Qualitätssicherung zuständig.

1997 Genial köstlich: Hans-Günter Trockels verfeinert die beliebten Hörnchen mit einer Nuss-Nougatfüllung. Diese Idee machte Kuchenmeister zum Marktführer in diesem Segment. Aus über 30 Bewerbern wird Kuchenmeister für die Produktion besonderer Kuchenriegel ausgewählt. Die nötige Produktionsanlage wird in nur drei Monaten geplant, gebaut und in Betrieb genommen.

2000 - 2004 Mit Übernahme der Produktionsstätten Duingen und Mettingen der "Lady Cake feine Kuchen GmbH" verfügt das Unternehmen über sieben zusätzliche Produktionsanlagen. Kuchenmeister treibt den Expansionskurs weiter voran und übernimmt mehrere Produktionsbetriebe von der "Kamps AG".

2009 Das 125-jährige Firmenjubiläum wird drei Tage lang groß gefeiert, mit vielen Gästen und Kunden aus dem In- und Ausland.

2012 Kuchenmeister erhält als eines der ersten lebensmittelherstellenden Unternehmen 2012 das Zertifikat „Nachhaltiger Wirtschaften Food". Das Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten-Herdecke (ZNU) hat in enger Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland einen Nachhaltigkeitsstandard für die Foodbranche entwickelt. Hierbei werden u.a. die Unternehmens- und Produktebene, Klima- und Energie, der Umgang mit Ressourcen, Tierwohl und eine Vielzahl weiterer Prozessebenen berücksichtigt. Kuchenmeister ist eines der Pilotunternehmen für den zertifizierbaren ZNU-Nachhaltigkeits-Standard.

2014 errichtet Kuchenmeister ein neues Logistikzentrum, da die vorhandenen Lagerkapazitäten nicht mehr ausreichen. Das neue Logistikzentrum entsteht nicht „auf der grünen Wiese“, sondern wird auf einer Industriebrache gebaut. Beim Bau spielen ökologische Kriterien eine wichtige Rolle. Auf 10.000 m² gibt es 12.400 Regalplätze und 1.100 Bodenplätze. 48 Lagerarbeiter sind beschäftigt, 10 Mitarbeiter sitzen in der Administration.

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